
Mehr Leads bringen Dir nur mehr Frust und Selbstzweifel – wenn Du diesen einen Denkfehler machst
26.08.2025
Du willst raus aus der Abhängigkeit von Empfehlungen und Vermittlern?
Endlich unabhängig Kunden gewinnen?
Vielleicht hast du Dir dafür einen Lead-Magneten gebaut, Ads geschaltet oder ein Webinar gehalten.
Und siehe da – Du bekommst Leads!
Aber statt Euphorie spürst Du Frust.
Du telefonierst Dich durch Anfragen, schickst Unterlagen raus, führst Beratungsgespräche – aber es passiert nichts. Kein Auftrag. Kein Umsatz.
Dafür Zweifel: Bin ich gut genug? Will überhaupt jemand meine Dienstleistung kaufen? Muss ich mein Angebot überarbeiten?
Willkommen im Dilemma der unvorbereiteten Lead-Strategie.
Empfehlungen ≠ Leads – und warum das der Kern Deines Problems ist
Wenn Du bisher Deine Kunden über Empfehlungen oder Vermittler gewonnen hast, warst Du verwöhnt.
Denn diese Kontakte kommen mit einer hohen Kaufbereitschaft zu Dir.
Sie haben schon gehört, dass Du gute Arbeit machst.
Sie vertrauen dem Empfehlungsgeber oder dem Provider.
Sie haben ein konkretes Problem – und wollen eine Lösung.
Du musst nicht verkaufen. Du musst nur noch liefern.
Diese Kunden sind in Bewusstseinsstufe 4 oder 5:
- Stufe 4: Dienstleistungsbewusst – sie wissen, dass sie Unterstützung brauchen.
- Stufe 5: Kaufbereit – sie vergleichen Anbieter oder haben sich schon für dich entschieden.
Wenn Du Leads generierst – also Menschen kontaktierst, die Dich nicht kennen – dann befinden sich diese meist in Bewusstseinsstufe 1 oder 2:
- Stufe 1: Symptom-Bewusstsein – sie spüren, dass etwas nicht rund läuft, aber haben keinen klaren Begriff dafür.
- Stufe 2: Problem-Bewusstsein – sie erkennen, dass es ein Problem gibt, aber sehen noch keinen klaren Lösungsweg.
Was passiert nun, wenn Du diese Leads behandelst wie einen warmen Empfehlungskontakt?
Du schickst Dein Angebot, redest über Methoden, Preise und Verfügbarkeit – und Dein Lead denkt sich: Wovon redet diese Person eigentlich?
Oder schlimmer: Ich bin noch gar nicht so weit.
Er meldet sich nicht mehr. Du hängst in der Luft. Und Du beginnst, an Dir selbst zu zweifeln.
Das Problem liegt nicht an Dir. Es liegt am System.
Deine Dienstleistung ist nicht schlechter geworden. Der Markt ist nicht kaputt.
Du hast nur die falschen Erwartungen an eine völlig andere Art von Kontakt.
Ein Lead ist kein Auftrag. Ein Lead ist der Startpunkt. Und Du bist jetzt nicht mehr nur Berater oder Expertin – Du bist Projektleiter: für die Entwicklung dieses Kontakts.
Leads in Stufe 1 oder 2 brauchen:
- Bildung statt Beratung
Du musst erstmal das Problem sichtbar machen, bevor Du Lösungen vorschlägst. Wer den Schmerz nicht spürt, kauft keine Therapie.
- Vertrauen statt Verkauf
Bevor jemand Dir 10.000 Euro überweist, will er wissen, dass Du seine Welt verstehst – fachlich und menschlich.
- Struktur statt Hoffnung
Du brauchst eine systematische Journey: Vom ersten Kontakt bis zum Abschluss. Kein Bauchgefühl, sondern ein Prozess.
Die große Gefahr: Wenn Du Leads falsch behandelst, verlierst Du Dich selbst
Wenn Du Leads mit der Erwartungshaltung angehst, dass sie sofort abschließen müssen, dann baust Du unbewusst Druck auf – bei ihnen und bei Dir.
Und dieser Druck verwandelt sich schnell in Selbstzweifel:
- Warum antwortet der nicht mehr?
- Warum hat die mein Angebot ignoriert?
- Was stimmt mit meinem Pricing nicht?
- Bin ich überhaupt noch marktfähig?
Diese Fragen zersetzen Dein Selbstbild. Und das ist gefährlich.
Denn wenn Du die falsche Schlussfolgerung ziehst – „Ich bin nicht gut genug“ – dann drehst Du Dich im Kreis.
Du optimierst Dein Angebot, senkst Deine Preise, wirst unsicher in Gesprächen. Und das merken potenzielle Kunden sofort.
Die Lösung: Lerne, wie Du Consulting-Leads wirklich entwickelst
Statt Dich zu fragen, was Du falsch machst, solltest Du Dich fragen:
Welche Stufe hat mein Lead – und was braucht er jetzt von mir?
Ein Lead in Stufe 1 braucht andere Inhalte, andere Fragen, andere Gespräche als ein heißer Kontakt in Stufe 5.
Er braucht:
- Klarheit über sein Problem.
- Verständnis dafür, dass es lösbar ist.
- Sicherheit, dass Du der Richtige bist.
Das bedeutet: Du brauchst einen Consulting Sales Prozess, der nicht verkauft, sondern entwickelt.
Der nicht drückt, sondern zieht. Der nicht überzeugt, sondern begleitet.
Das ist nicht schwer – aber es ist anders als das, was Du bisher getan hast.
Es ist kein „Copy-Paste“ aus dem Empfehlungs-Game. Es ist ein neues Spielfeld.
Fazit: Mehr Leads = mehr Frust – wenn Du sie wie Empfehlungen behandelst
Wenn Du Leads falsch einordnest, schadest Du Dir selbst.
Du verlierst Aufträge, obwohl Du gute Arbeit leistest.
Du verlierst Selbstvertrauen, obwohl Du eigentlich klar positioniert bist.
Und Du verlierst Zeit – weil Du versuchst, mit dem falschen Werkzeug die richtigen Kunden zu gewinnen.
Die Wahrheit ist: Du brauchst keine besseren Leads.
Du brauchst ein besseres System, um Leads richtig zu entwickeln.
Wenn Du das einmal verstanden und umgesetzt hast, wirst Du aus zehn Leads nicht null, sondern drei bis fünf wertvolle Kunden gewinnen.
Nicht sofort – aber planbar. Und mit deutlich mehr Klarheit und Selbstbewusstsein als heute.
Nächster Schritt:
Wenn Du wissen willst, wie dieser Prozess für Deine Beratung aussieht – dann buche Dir einen 15-minütigen Sparring-Call. Ohne Sales-Pitch. Nur Klartext.